Nach dem Absturz: Boeing 737 Max darf nicht mehr über Europa fliegen

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Ethiopian Boeing 737 Beispielbild | Foto: EQRoy

Nach dem Absturz des Flugzeugs einer äthiopischen Fluggesellschaft, bei dem alle Insassen, 157 Menschen ums Leben kamen, wurden nun erste Konsequenzen gezogen. Vorerst bleibt der europäische Luftraum für alle Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max 8 gesperrt. Der Absturz des Fliegers der Ethiopian-Airlines war bereits der zweite Vorfall, nachdem im Oktober eine Maschine der indonesischen Lion Air kurz vor der Insel Java abgestürzt war.

Flugzeugbauer Boeing

Der Flugzeugbauer Boeing steht nun enorm unter Druck, denn weltweit sind über 350 Maschinen dieses Modells im Einsatz. Auch Investoren sind sich jetzt unsicher, so gab der Kurs der Boeing Aktie um teilweise sogar 13 Prozent nach.

Der Konzern bestätigt aber weiterhin, dass die Maschine flugtauglich sei und weitere Schritte zur Verbesserung unternommen werden.

Die Boeing 737 Max 8 gilt als der Verkaufsschlager unter den neuen Modellen und lehnt an den Airbus A320 Neo an.

Eine saudische Fluggesellschaft hatte erst Ende letzten Jahres 30 neue Maschinen bestellt.

Was bedeutet dieser Absturz aber für die Passagiere in Deutschland?

Glücklicherweise sind die Auswirkungen dieser Katastrophe in Deutschland kaum zu spüren. Der einzige Einsatz eines solchen Modells war für April geplant, mit dem die Fluggesellschaft Tuifly einen Flug antreten wollte. Ein Ersatz kann aber schnell gefunden werden, sodass sich Passagiere keine Sorgen machen müssen. Insgesamt sind für Europa 15 Flüge mit der Boeing geplant, für diese lassen sich aber ohne Probleme Ersatzmaschinen finden. In Berlin Tegel, sowie auch in Schönefeld stehen aktuell keine Flugzeuge des Typs Boeing.

Derzeit wird noch auf eine schriftliche Anweisung seitens der Behörden gewartet, welche genaue Vorschriften zum Überflugverbot gibt. Anschließend werden Flugsicherung und die Fluglotsen das Verbot genau kontrollieren.

Diese Fluglinien sind am stärksten betroffen

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Norwegian Air International Boeing 737 | Foto: Markus Schmal

Am stärksten bekommt die norwegische Fluglinie Norwegian Air die Auswirkungen des Flugverbots zu spüren. Die Airline verfügt über insgesamt 18 Maschinen, welche nach dem Vorfall sofort aus dem Verkehr gezogen wurden. Norwegian Air habe allerdings keinen Zweifel an der Qualität und der Sicherheit der Maschinen, die alle den Anforderungen der europäischen und amerikanischen Behörden entsprechen.

Weitere Fluglinien, die vom Verbot betroffen sind, sind Turkish Airlines, TUI in Belgien, Schweden, den Niederlande und Großbritannien, LOT (Polen), Icelandair, Air Italy, Smartwings (Tschechien), S7 (Russland) und Corendon (Türkei).

Auch in den USA befürchtet man nun, dass ein Flugverbot für Maschinen dieses Typs verhängt wird. Laut Gespräch zwischen Konzernchef Dennis Muilenburg und Donald Trump dürfen jedoch die Flugzeuge weiterhin fliegen.

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