Flugreisen für Menschen mit Behinderung

Flugreisen für Menschen mit Behinderung – was gibt es zu beachten?

Menschen mit Behinderung stehen bei Flugreisen vor Schwierigkeiten, die Menschen ohne Behinderung nicht kennen. Das beginnt bereits beim barrierefreien Zugang am Flughafen. Die anschließende Flugreise und die Ankunft am Zielflughafen sind weitere Stationen, an denen Menschen mit Behinderung auf Schwierigkeiten treffen können.

Wir sagen Ihnen, was Sie jeweils zu beachten haben…

rollstuhlfahrer flughafen gut aus dem fenster auf flugzeug
Foto: cunaplus

Alle großen Flughäfen, sowie die großen Fluglinien stellen eine spezielle Betreuung für Passagiere mit Einschränkungen zur Verfügung. In einigen Fällen ist es allerdings notwendig, eine entsprechende Betreuung rechtzeitig anzufordern.

Für jene, die mit Begleithunden reisen, sowie bei der Beförderung von Rollstühlen muss die Reise sorgfältig geplant werden.

Reisen mit Rollstuhl und Begleithund

Bereits bei der Buchung des Tickets muss der Passagier angeben, dass er einen Betreuer benötigt oder dass er mit einem Rollstuhl reist. Von der Fluggesellschaft wird anschließend die Buchung mit einem speziellen Code versehen.

Darauf sollten Sie achten

Falls der Passagier mit seinem eigenen Rollstuhl anreist, muss dieser im Laufe der Flugbuchung angegeben werden. Ohne weiters kann der Rollstuhl im Frachtraum transportiert werden. Vorsicht gilt jedoch beim Transport von batteriebetriebenen Rollstühlen. Je nach Art der Batterie ist es notwendig, diese in einer besonderen Verpackung zu verstauen.

Flugreisen mit Hund

Für Passagiere mit einem Begleithund gilt es zudem, weitere Vorschriften zu beachten. (Nur wenn es sich um einen internationalen Flug handelt) Am besten informiert man sich vorab über die veterinärrechtlichen Vorschriften und Impfungen, die es für das Zielland benötigt.

Check-In und Sicherheitskontrolle

Bei der Sicherheitskontrolle können sich unter Umständen die größten Schwierigkeiten ergeben, da das Personal keine allzu große Erfahrung mit Menschen mit Behinderung hat. Deshalb ist es hilfreich auf mögliche Probleme oder Schwierigkeiten hinzuweisen: Wie etwa hohe Schmerzempfindlichkeit oder andere Gründe, die einen normalen Ablauf der Kontrolle beeinträchtigen.

Planen Sie genügen Zeit ein

Auf jeden Fall sollten Menschen mit Behinderung mehr Zeit einplanen. Das betrifft auch jene Passagiere, die mit einer Betreuung reisen. In den meisten Fällen wird der eigene Rollstuhl beim Check-in aufgegeben und mit einem Rollstuhl des Flughafens ersetzt. Wenn man allerdings seinen eigenen Rollstuhl mit ans Gate nimmt, soll man sich darüber informieren, wie frühzeitig man sich am entsprechenden Gate befinden soll.

Sitzplatzwahl

Bei der Sitzplatzwahl schließlich sollte beachtet werden, dass Menschen mit körperlichen Behinderungen aufgrund der Sicherheitsvorschriften nicht an den Notausgängen oder am Gang sitzen dürfen. Falls es keine freie Sitzplatzwahl, sondern eine Zuweisung durch das Personal gibt, sollte man dieses über die Einschränkungen informieren.

Tipps an Bord

Leider sind die Flugzeuge in der Regel nicht besonders behindertenfreundlich. Wenn man an Bord auf einen Rollstuhl angewiesen ist, wie zB. beim Gang zur Toilette, sollte man das Personal ansprechen, welches einen bordeigenen Rollstuhl bereitstellt.

Bei starken Einschränkungen sollte auf jeden Fall ein Betreuer mitreisen, da das Flugpersonal in diesen Fällen nicht um Hilfe gebeten werden darf. (Das gilt für den Toilettengang, dass Einnehmen von Mahlzeiten oder Medikamenten) Auch das Heben von Personen darf nicht vom Personal erledigt werden.

Medikamente

Ist der Passagier auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen, sollte das unbedingt vorab mit dem Arzt abgeklärt werden, da die Wirkung der Medikamente in der Luft stärker ausfällt als am Boden.

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