Mythen und Irrglauben

Mythen und Irrglauben rund ums Fliegen

mythen-irrglauben-fliegen Viele unterschiedliche Erklärungen und zum großen Teil auch Irrglauben ranken sich rund um das Thema fliegen. Wir haben die Klassiker unter ihnen herausgesucht und sind der Wahrheit auf den Grund gegangen.

Stören Mobiltelefone die Bordelektronik?

Vor jedem Flug wird man gebeten, sein Mobiltelefon in den Flugmodus zu schalten. Diese Regelung besteht seitdem es Mobiltelefone gibt. Begründet wird diese Regel damit, dass die Geräte einen negativen Einfluss auf die Elektronik an Bord haben. In Wahrheit hat diese keinen gravierenden Einfluss auf die Funktionsweise des Flugzeugs. ABER: es könnte durchaus zu Störungen an der Verbindung kommen, sodass die regelmäßigen Informationen im Cockpit gestört werden, so als ob man ein Mikrofon an einen Lautsprecher hält. Das stört die Piloten sehr.

passagier-im-flugzeug-mit handy in der hand

Ein weiterer Grund, warum Mobiltelefone an Bord nur im Flugmodus erlaubt sind ist, um die Passagiere zu verschonen. Man stellt sich nur 100 Menschen vor, die auf engstem Raum telefonieren und andauernd Nachrichten senden und empfangen.

Vergeben Airlines mehr Tickets als Plätze vorhanden sind?

2 grüne Boardtickets

Bei vielen Airlines ist es tatsächlich der Fall, dass mehr Tickets verkauft werden, als Sitzplätze zur verfügung stehen. Damit will man vermeiden, dass Kapazitäten nicht ganz ausgenutzt werden, wenn Passagiere nicht erscheinen. Allerdings hängt es auch von den Ländern ab, wie viele Tickets verkauft werden. In Japan kommt es kaum zu Überbuchungen, während indische Fluglinien auch schon mal mehr als 10% mehr Flugtickets verkaufen.

Warum gibt es keine Fallschirme an Bord?

shutterstock_278787902In jedem Flugzeug findet man Schwimmwesten vor, aber keine Fallschirme. Die Antwort darauf ist sehr plausibel. Sollte ein Notfall vorherrschen, der den Einsatz von Fallschirmen verlangt, wäre der größte Teil der Passagiere nicht in der Lage, diesen korrekt zu bedienen. Zudem herrscht ein Überdruck in 10.000 m Höhe, der es unmöglich macht, die Türen des Flugzeugs zu öffnen. Letztendlich sollte man auch bedenken, dass in der Flughöhe eisige Temperaturen von bis zu -50 Grad und so gut wie kein Sauerstoff vorherrschen. Ein Sprung mit dem Fallschirm wäre also alles andere als eine gute Entscheidung. Das könnte Sie auch interessieren: Warum gibt es im Flugzeug eigentlich keine Fallschirme

Schwere Flugbegleiter und Passagiere

stewardess-microfonBesonders im asiatischen Raum sind Flugbegleiter dazu aufgefordert, sehr auf ihr Gewicht zu achten. Wenn sie aber von den Standardmaßen abweichen, werden sie zuerst auf schlechter bezahlte Flüge und schließlich zum Bodenpersonal versetzt.

Doch nicht nur Flugbegleiter haben mit mehr Gewicht ihr Nachsehen: auch Passagiere werden bei manchen Fluglinien (wie zB. Southwest-Airline) dazu aufgefordert, einen zweiten Sitzplatz zu bezahlen oder können gar komplett ausgeschlossen werden. In Europa hat sich diese Praxis allerdings noch nicht durchgesetzt.

Pilot und Co-Pilot essen unterschiedliche Mahlzeiten

pilot-checkt-flugzeugDas ist korrekt. Zwar wird das nicht vorgeschrieben, dennoch ist es von vielen Airlines empfohlen. Erhalten sie keine unterschiedlichen Mahlzeiten, dann wird empfohlen, dass Pilot und Co-Pilot zu unterschiedlichen Zeiten essen. Damit will man vermeiden, dass beide Personen gleichzeitig eine Lebensmittelvergiftung erleiden und sie deshalb nicht mehr die Maschine steuern können.

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