Fliegen ist weiterhin günstig

Familie am FlughafenDie Zahlen gehen weiter nach oben!

Der Anzahl der Flugreisenden steigt weltweit an. Ein Grund dafür sind die günstigen Flüge und die ständig sinkenden Preise. Doch diese günstigen Preise haben auch einen Nachteil, denn sie verursachen einen harten Konkurrenzkampf unter den den Anbietern. Wie kommt es aber, dass das Fliegen weiterhin günstig bleibt, allgemein aber die Preise für Reisen nicht sinken? Natürlich kommt bei einer Reise hinzu, dass man irgendwo noch übernachten muss. Wo auf einer Seite die Preise sinken, steigen sie auf der anderen Seite, in diesem Fall bei den Hotelpreisen. Auf dem Welt-Tourismusgipfel in Berlin bestätigt Oliver Wagner, Geschäftsführer der Eurowings GmbH, dass die Flüge in Zukunft mit Sicherheit billiger werden, denn in Europa herrscht zurzeit ein Überangebot von Fluglinien. Aktuell sind es 180, die sich einen erbitterten Preiskampf um die günstigsten Flüge bieten. Im Gegensatz dazu erwartet man steigende Hotelpreise, die höher als die Inflationsraten ausfallen werden. Beide Aspekte führen deshalb dazu, dass das Urlaubspaket bestehend aus Hotel und Flug im Preis stabil bleiben wird.

Und wie geht es weiter?

Einen Preisanstieg sieht man allerdings in den beliebten Urlaubsgebieten wie Spanien und Griechenland. Die angespannte Lage in den arabischen Ländern und in der Türkei führten zu einem starken Rückgang der Buchungen in den betroffenen Ländern und zu einem hohen Anstieg in den europäischen Destinationen.

Bild Urheber: Konstantin Yuganov

Skandal um United Airlines

Diese Nachricht ging schon um die Welt, was aber mit dem 69 jährigen Opfer passiert erfahren Sie hier:

Weil in der vergangenen Woche ein Flug der United Airlines Maschine ausgebucht war und mehr Tickets verkauft als Plätze zur Verfügung waren, musste ein Passagier das Flugzeug räumen. Da aber keiner der Fluggäste das Flugzeug freiwillig verlassen wollte, zerrten Sicherheitsleute einen Passagier mit Gewalt aus dem Flugzeug. Die Nachricht und das Video, welches in der Situation gemacht wurden, gingen um die Welt. Nur wenige Tage später gab es den nächsten Skandal: der größte Riesenhase der Welt starb auf einem Flug der United Airlines im Frachtraum. Das Tier war zuvor kerngesund und starb aufgrund der Zustände im Frachtraum. Weitere Fälle häuften sich und sorgten dafür, dass die Beliebtheit der Fluglinie einen gewaltigen Schaden bekam.

Im ersten Fall des unfreiwillig nach draußen beförderten Passagiers kam es nun zu einer Entschädigung in nicht genannter Höhe. Zudem kündigte die Fluglinie an, bei Überbuchungen wie in diesem Fall denjenigen Passagieren, die freiwillig das Flugzeug räumen, eine Entschädigung in Höhe von 10.000 USD auszuzahlen.

Der Anwalt des misshandelten Passagiers wollte keine Details über den Vergleich preisgeben. Stattdessen lobte er die Fluglinie dafür, dass sie die Verantwortung nicht auf Dritte geschoben hat.

Auch für das Personal der Fluglinie gibt es kleine Änderungen: die am Gate zuständigen Angestellten sollen einmal im Jahr für diese speziellen Fälle geschult werden. Hier sollen sie lernen, wie sie am besten in Konfliktsituationen reagieren können, und wie sie sich im Umgang mit den Passagieren am besten verhalten.

Die Airline befürchtet nun, dass die Vorfälle der vergangenen Wochen Auswirkungen auf das Geschäft haben könnten und man vermutet einen Umsatzrückgang. Man berät, wie das angekratzte Image in Zukunft verbessert werden könnte.

Was passierte:

Auf einem überfüllten Flug der Maschinen sollten vier Fluggäste per Zufall ausgewählt werden, welche das Flugzeug freiwillig verlassen sollten. Ein 69-jähriger aber wollte das Flugzeug nicht verlassen, woraufhin das Bordpersonal die Polizei rief. Vom Sicherheitspersonal wurde der Passagier schließlich mit Gewalt aus dem Flugzeug gezerrt. Die Sicherheitsleute gingen dabei so brutal vor, dass er Anwalt des Gastes angab, sein Mandant hätte dabei zwei Zähne verloren, eine Gehirnerschütterung sowie einen Nasenbruch erlitt. Bis es von Seiten der Fluglinie nun zu diesem Vergleich kam, benötigte sie mehrere Anläufe. Zuerst wurde den Reisenden Mitschuld an der Eskalation gegeben.

Elektronikgeräte im Handgepäck verboten

shutterstock_408806641Seit den Anschlägen des 11. September gelten im Flugverkehr zahlreiche neue Sicherheitsvorkehrungen

So sind zum Beispiel neben vielen Gegenständen, die unter anderem ein Sicherheitsrisiko darstellen können, auch Flüssigkeiten im Handgepäck verboten. Getränke oder Kosmetikartikel dürfen nur noch bis zu 100 ml betragen.

Um die Sicherheit der Flugpassagiere weiterhin zu garantieren, dürfen seit kurzem Passagiere nun auch keine größeren Elektronikgeräte mit sich im Handgepäck führen. Das betrifft Direktflüge aus acht Ländern in die USA. Zu diesen Ländern gehören Ägypten, Jordanien, Kuwait, Marokko, Katar, die Türkei, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Während sich Großbritannien diesem Verbot anschließt, plant Deutschland derzeit noch keine derartige Verbote.

Und warum…?

Die Gefahr, die von elektronischen Geräten ausgehen kann, bewies im vergangenen Jahr ein Terrorist der somalischen Al-Shabaab-Miliz, Abdullahi Abdisalam Borleh, der mit einem mit Sprengstoff präparierten Laptop ein Loch in die Außenhülle einer Maschine der dschibutischen Fluglinie Dallo Airlines riss. Glücklicherweise gelanges es dem Piloten damals, das Flugzeug zum Landen zu bringen. Bei dem Anschlag kam nur der Terrorist ums Leben. Dass es bei diesem Unglück keine Opfer gab, liegt nur daran, dass der Flug an diesem Tag Verspätung hatte. Wäre er rechtzeitig gestartet, hätte er zum Zeitpunkt der Explosion seine volle Flughöhe erreicht, was für das Flugzeug und seine Insassen fatale Folgen gehabt hätte.

Aufgrund des Vorfalls und der zukünftigen Sicherheit der Fluggäste, hat die US-Transportsicherheitsbehörde TSA deshalb eine neue Direktive veröffentlicht, welche Passagieren aus den acht oben genannten Ländern elektronische Geräte im Handgepäck verbietet. Für den internationalen Verkehr sind Dubai, Hamad International (Doha), Qatar und Abu Dhabi. Diese gelten als die wichtigsten Flughäfen und internationale Drehkreuze als Verbindung zwischen Amerika, Asien und Ozeanien.

Ob diese Sicherheitsvorkehrungen wirklich das Problem beseitigen ist fraglich: werden elektronische Geräte aufgegeben, werden sie seltener kontrolliert als jene, die im Handgepäck mitgeführt werden.

Im Gegenteil könnte der Transport im Frachtraum weitere Gefahren bergen. Wie Lithium-Ionen-Akkus reagieren können, bewies kürzlich Samsung mit seinen Note-7-Smartphone, welches aufgrund seiner Explosionsgefahr sogar bei Flügen verboten wurde.

Hinter vorgehaltener Hand vermutet man allerdings noch weitere Gründe für die Sicherheitsvorkehrungen. Ein steigender Wettbewerb und ein Kampf gegen arabische Fluggesellschaften könnten auch ein Motiv für diese Änderungen sein. In den vergangenen Jahren gelang es den arabischen Fluglinien große Marktanteile zu gewinnen. Mit einem Laptop-Verbot, würden vor allem Geschäftsleute die Fluglinien meiden, denn aufgrund vertraulicher Daten würden sie ihren Laptop nie einchecken lassen.

Bildurheber – Stockfoto: 408806641Kitch Bain