Das perfekte Handgepäck für jeden Flug

HandgepäckWer viel mit dem Flugzeug verreist, der weiß, dass ein gut gepacktes Handgepäckstück jeden Flug zu einer angenehmen Reise macht. Deshalb verraten wir Ihnen, auf welche Dinge Sie beim nächsten Flug auf keinen Fall verzichten sollten.

Natürlich kann man nicht alles in seinen Koffer packen, denn es gibt auch einige Regeln zu beachten, vor allem was die Sicherheit betrifft.

So sind alle Gegenstände verboten, die andere Personen verletzen könnten. Darunter fallen spitze Gegenstände wie Scheren, Taschenmesser, aber auch alltägliche Dinge wie Nagelfeilen. Bei Flüssigkeiten gilt immer noch: nichts über 100ml mitbringen. Allerdings darf man mehrere Behälter zu jeweils 100ml dabeihaben, die müssen aber in einer durchsichtigen Tüte verpackt sein. Alle Behälter, die mehr als 100ml beinhalten, dürfen nicht im Handgepäck transportiert werden.

Was den Transport von Lebensmitteln betrifft, gelten je nach Land verschiedene Vorschriften. Hier sollte man sich vor dem Flug über die jeweiligen Bedingungen informieren.

Worauf sollte man bei Flügen nicht verzichten?

Kurzstreckenflüge

Kleine Snacks sollte man immer mitbringen, vor allem bei Kurzstreckenflügen. Hier gibt es meistens nichts zu essen und wenn ja, dann nur gegen Bezahlung. Das Flugzeugessen ist aber sowieso nicht wirklich lecker, deshalb lohnt es sich, selbst etwas dabeizuhaben, wie zum Beispiel Nüsse oder Müsliriegel.

Auf Getränke sollte man ebenso wenig verzichten, vor allem auf Wasser. Im Transitbereich und vor dem Abflug kann man sich Wasser kaufen, das kostet aber leider etwas mehr.

Gute Musik und Hörbücher lassen die Zeit in der Kabine im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug vergehen. Außerdem schützen Sie vor Sitznachbarn, die sich permanent mit Ihnen unterhalten wollen.

Wenn Ihnen bei Start und Landung die Ohren einen Streich spielen, dann empfiehlt es sich, Kaugummis zu kauen. So einfach, aber ein kleiner Kaugummi kann wahre Wunder bewirken.

Wenn Sie hingegen unter Flugübelkeit leiden, dann können Ingwerbonbons helfen. Die scharfe Wurzel wirkt übelkeitshemmend und antibakteriell. Auch ein Ingwertee vor dem Abflug kann Reisübelkeit vorbeugen.

Langstreckenflüge

Auf einen vollen MP3-Player, bzw. neue Playlist sollte man sowieso nie verzichten, denn leider nicht alle Fluglinien bieten ein gutes Entertainmentsystem an. Deshalb ist es auch nicht allzu verkehrt, wenn man seine Lieblingsserien oder einen Film auf dem Laptop dabeihat. Für Leseratten ist natürlich ein neues Buch unverzichtbar.

Obwohl es auf Langstreckenflügen immer etwas zu essen gibt, sollte man alternativ Snacks dabeihaben. Meistens ist die Bordküche nicht wirklich genießbar, umso froher ist man, wenn man etwas Leckeres in seiner Tasche hat.

Auch bei Langstreckenflügen sollte man unbedingt Trinkwasser dabeihaben und auf das Wasser im Flugzeug verzichten.

Ein Nackenkissen rettet jeden Langstreckenflug. Obwohl man kleine Kissen zur Verfügung gestellt bekommt, helfen die runden Kissen gegen Verspannungen und Schmerzen. So kann man auch im Flugzeug ein paar erholsame Stunden verbringen.

Bequeme und warme Kleidung sind ein Muss! Die Klimaanlage in Flugzeugen kann manchmal sehr unangenehm sein. Umso besser, wenn man darauf vorbereitet ist und warme Kleidung zur Hand hat.

Um nach einem langen Flug nicht zu zerknittert auszusehen, ist es hilfreich, wenn man Toilettenutensilien in seiner Tasche hat. Darunter fallen Zahnbürste und Zahnpasta, eine Feuchtigkeitscreme für Gesicht und Hände, sowie ein Deodorant. Eine kleine Auffrischung kann Wunder wirken und man landet frisch und vorbereitet am Ankunftsort.

Bereitgestellt durch den Parkplatzservice Laabs – parken am Flughafen Berlin Schönefeld

Urheberrechte Bild: Have a nice day Photo – Stockfotonummer: 663871387

 

Giftige Luft im Urlaubsflieger? Das aerotoxische Syndrom

shutterstock_256478011Giftige Luft im Urlaubsflieger? Gibt es das?

Tatsächlich wird die Kabinenluft im Flieger in der Regel aus den Triebwerken bezogen und von dort aus zu Passagieren und Piloten in die Kabinen geleitet. Es ist die sogenannte Zapfluft. Nun kann es passieren, dass durch winzige Lecks im Material Schadstoffe austreten und so in die Kabinenluft gelangen können. Denn eingesetzt wird in den Triebwerken ein Schmiermittel, das giftige Substanzen enthält. Es kann durch die Dichtungen austreten und sich im Triebwerk erhitzen. Dadurch gerät es in die Luft. Bezeichnet wird das als „Fume-Event“. Dunst und Gerüche können entstehen – müssen aber nicht. Die Kabinenluft kann auch völlig unbemerkt verunreinigt werden.

Aber was passiert, wenn Passagiere und Crew diese Luft einatmen?

Wissenschaftlich anerkannte Studien gibt es nicht. Die Medizin erkennt bislang keine gesundheitlichen Schäden durch verunreinigte Kabinenluft an. Trotzdem haben mögliche Schäden in Folge von „Fume-Events“ bereits einen Namen: das aerotoxische Syndrom. Betroffene beschreiben akute oder langfristige Auswirkungen wie etwa Kopfschmerzen, Übelkeit, Lähmungen oder Muskelschwäche.
Den Begriff aerotoxisches Syndrom gibt es seit 1999. Damals kam es zu einem mysteriösen Vorfall in der Luft, der fast in einem Drama endete: In einer Passagiermaschine – wenige Meilen vor dem Ziel in Malmö – verlieren Pilot und Co-Pilot gleichzeitig die Kontrolle über ihre Körper. Sie können sich kaum bewegen, wissen nicht warum.  Die Maschine befindet sich im Sinkflug. Der Co-Pilot schafft es gerade so, sich eine Sauerstoffmaske aufzusetzen, atmet frische Luft ein und gewinnt die Kontrolle über Körper und Maschine zurück. Der Pilot ist noch längere Zeit benommen. Der Fall ist bis heute nicht geklärt. Die Ursache könnte ein Fume-Event gewesen sein: Chemikalien im Triebwerk traten aus, kamen in die Kabinenluft, wirkten als Nervengift bei Passagieren und Crew. Seither wurden viele ähnliche Vorfälle verzeichnet. Allein im Jahr 2016 wurden 228 Vorfälle in Deutschland gemeldet. Spitzenreiter ist dabei in Deutschland der Flugzeugtyp Boeing 757. Wieviele Fume-Events es aber wirklich gab? Das ist unbekannt, denn diese Geschehnisse sind nicht meldepflichtig.

Und was passiert, wenn Passagiere und Crew Opfer eines Fume-Events wurden?

Erstmal nichts. Das aerotoxische Syndrom ist ja nicht anerkannt. Eine Studie belegte gerade erst, wie sauber die Luft in Flugzeugen ist. Dabei gibt es weltweit mittlerweile hunderte Piloten und Flugbegleiter, die gegen die Airlines klagen, weil sie angeben, unter dem aerotoxischen Syndrom zu leiden – einer Krankheit, die es offiziell nicht gibt. Daher sind auch die Klagen meist erfolglos.
Dabei gibt es schon viele untersuchte Fälle. Für Aufsehen hat etwa die pathologische Untersuchung des Piloten Richard M. Westgate gesorgt. Er verstarb 2012, vermachte seinen Körper der Wissenschaft, damit diese das aerotoxische Syndrom untersuchen können. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Westgate immer wieder geringen Dosen eines Giftes ausgesetzt war. Das hat zu starken Gesundheitsbeeinträchtigungen geführt. Hirn- und Nervenzellen waren abgestorben, der Herzmuskel geschädigt. Experten führten diese Schädigungen auf die Atemluft im Flieger zurück. Die gleichen Wissenschaftler haben seither mehrere Crewmitglieder untersucht, die nicht auf natürliche Weise gestorben sind. Und sie haben ähnliche Schädigungen bei ihnen festgestellt.

Was sagen die Experten dazu?

Experten gehen davon aus, dass es etwa 50 bis 60 Fume-Events täglich weltweit gibt. Auf 2000 Flügen tritt vermutlich es im Schnitt einmal auf. Geändert hat sich an der Technik der Kabinenbelüftung bislang aber nichts. Mehr als 23.000 Flugzeuge sind weltweit mit einem Konstruktionsfehler in der Belüftung unterwegs – und das seit den 50er-Jahren. Aber auch wenn offiziell niemand die Existenz des aerotoxischen Syndroms anerkennt: Viele Airlines arbeiten bereits an neuen Technologien zur Belüftung der Flugzeuge. Die Lufthansa etwa testet bereits eine neue Filtertechnologie.

Ungefiltert eingeatmet – Film

Eine Dokumentation zum Thema hat Tim van Beveren im Jahr 2015 veröffentlicht. Der Luftfahrtjournalist erklärt in seinem Film „Ungefiltert eingeatmet – das aerotoxische Syndrom“ die sogenannten Fume-Events, führt Fälle von Gesundheitsschädigungen und Statistiken auf.

Warum gibt es im Flugzeug eigentlich keine Fallschirme

shutterstock_405544612Darum haben Sie im Flugzeug keinen Fallschirm

Bei der Demonstration der Sicherheitsvorkehrungen an Bord erklärt das Flugpersonal, dass jeder Fluggast unter seinem Sitz eine Schwimmweste findet und wie man diese verwendet. Aber gibt es im Flugzeug ausgerechnet eine Schwimmweste und keinen Fallschirm? Schließlich befindet man sich nicht auf einem Schiff, sondern in einem Flugzeug.

Druckunterschied – Kabinentüren zur öffnen ist so gut wie unmöglich

Die Gründe, warum die Passagiere keine Fallschirme unter den Sitzen haben sind einfach zu erklären. Anders als in den Filmen, lassen sich die Kabinentüren in der Luft so gut wie unmöglich öffnen. Der Druckunterschied ist nämlich so hoch, dass es eine enorme Kraft braucht, um die Türen zu öffnen. Anders hingegen ist es bei Kleinflugzeugen, bei denen der Druckunterschied nur sehr gering ist. Bei Kampfflugzeugen ist ein Schleudersitz oft nur der einzige Ausweg für den Piloten, um sich aus dem Flugzeug zu befreien. Ein Fallschirm ist hier deshalb unerlässlich.

Niedrige Temperaturen und geringer Sauerstoffgehalt

Ein weiterer Grund, warum es sinnlos ist aus einem Passagierflugzeug zu springen ist die Temperatur, die außen herrscht. In einer Reisflughöhe von zehn bis zwölf Kilometern sind die Temperaturen so niedrig, der Sauerstoffgehalt so gering und die Druckverhältnisse so extrem, dass ein Mensch den Sprung ohne einen speziellen Anzug gar nicht überleben könnte.
Deshalb lautet der einzig gute Tipp für die Passagiere, angeschnallt zu bleiben und dem Piloten und dem Flugpersonal zu vertrauen. Schließlich wurde er auch für solche extremen Situationen geschult.

Die Zeit spielt eine entscheidende Rolle

Der Faktor Zeit ist ebenso ein wichtiger Grund dafür, dass Schwimmwesten gegenüber Fallschirmen bevorzugt werden. Hierfür stellen wir eine kleine Rechnung vor. In einem normalen Passagierflugzeug befinden sich bis zu 360 Fluggäste. Durchschnittlich bräuchte jeder Passagier ca. 10 Sekunden bis zum mutigen Absprung. Bei einer Anzahl von 360 Menschen wären das 3.600 Sekunden, also würde es eine Stunde dauern, bis das Flugzeug vollständig evakuiert wäre. Während dieser Zeit dürfte die Maschine nicht unter eine Flughöhe von 700 Metern sinken, sollte sich in einem ruhigen Sinkflug befinden und alle Passagiere müssten ruhig und geordnet im maximal 10 Sekunden-Takt abspringen. Allerdings wäre der Platz zum Anziehen der Westen nicht ausreichend.

Fazit

Für die Schwimmwesten steht, dass die Wahrscheinlichkeit bei einer Notlandung auf Wasser zu treffen fast doppelt so hoch ist, wie auf Land zu treffen. Außerdem kann der Pilot die Landung mehr oder weniger beeinflussen.

Es steht also eindeutig alles für die Ausstattung von Flugzeugen mit Schwimmwesten als eine Ausstattung mit Fallschirmen.